PHILOSOPHY

(deutscher text unten)
YAMA ART RETREAT
Is an artist residency that is committed to the idea of ​​the society-shaping power of art, which Joseph Beuys still most consistently formulated with his expanded concept of art. Christoph Klimke writes about this the following:

“Thanks to our successful self-destruction, scientists, artists and philosophers think the end of the world, but not that of capitalism. Beuys tried. He wanted to democratize democracy “

Now Beuys is long dead, and the expanded concept of art have become a well-worn catchphrase for many, as we have recently been moving further and further away from the democratization of democracy. The demoralizing impression arises, that the vision of a self-determined society, which needs the participation of all, is foiled by an already strongly pronounced, saturated passive consumption attitude and ignorance of majorities.Here artists should inspire to participate, so to speak.
Direct and sensual experience in an increasingly abstract, virtual and centrally controlled world is needed. And since the democratization of democracy is proving to be unsuccessful, an intermediate step to develop very concrete, autonomous forms of life in order to escape centralized control and to remain capable of acting, seems to be nessesary.I have the highest hopes for the self-sufficient eco-communes that are emerging all around the world and their networking. If the independent and ecological self-sufficiency of the refugee camps is also developed, this will be a quantum leap in the social life of the world’s population. Because there have never been so many refugees as there are today.Here I see the great chance to develop something compleately diifferent.When I look at the exploitation of the earth by the democratically governed industrial nations, I see possibly the only salvation in active autonomy and I consider this to be the greatest work of art to be done today.

It has to be envisioned
It has to be communicated
It has to be designed
It’s a collective work, but the individual space within the collective work can not be forgotten
many great social attempts where spoiled by the surpression of the individual
Therefore the YAMA ART RETREAT is a place of retreat for artists of all fields who resonnate with this ideas.It would be free from mid-September. The minimum length of stay is 3 months
You can find information on the application process here:
http://www.yama-art-retreat.eu/dienste/

YAMA ART RETREAT
Ist eine Künstler Residenz, die sich der Idee von der Gesellschafs- gestaltenden Kraft der Kunst verpflichtet fühlt, welche Joseph Beuys mit seinem Erweiterten Kunstbegriff am konsequentesten formulierte. Christoph Klimke schreibt dazu in der letzten Ausgabe der Zeitschrift DAS PLATEAU folgendes:
„Dank unserer erfolgreichen Selbstzerstörung denken Wissenschaftler, Künstler und Philosophen das Ende der Welt, nicht aber das des Kapitalismus. Beuys hat es versucht. Er wollte die Demokratie demokratisieren“
Nun ist Beuys lange Tod und der erweiterte Kunstbegriff für viele zum abgegriffenen Schlagwort geworden, da wir uns von der Demokratisierung der Demokratie grade in letzter Zeit immer weiter entfernen. Es entsteht der demoralisierende Eindruck, dass der Vision einer Selbstbestimmten Gesellschaft, welche die Partizipation Aller braucht, durch eine bereits stark ausgeprägte, saturiert passive Konsum-Haltung und Ignoranz großer Teile der Bevölkerung vereitelt wird.Hier sind Künstler aller Sparten aufgefordert,zur Partizipation quasi zu verführen.
Direkt und sinnlich erfahrbar, in einer immer abstrakteren, virtuellen und zentral gesteuerten Welt,Da die Demokratisierung der Demokratie sich als wenig erfolgreich erweist, scheint es in einem Zwischenschritt nötig, ganz konkrete autonome Lebensformen zu entwickeln, um der zentralistischen Steuerung zu entgehen und handlungsfähig zu bleiben.Ich setze die größten Hoffnungen in die weltweit entstehenden selbstversorgenden Ökokommunen und ihre Vernetzung. Wenn dazu noch die unabhängige und ökologische Selbstversorgung der Flüchtlingslager entwickelt wird, ist dies ein Quantensprung im gesellschaftlichen Leben der Weltbevökerung. Denn niemals gab es so viele Flüchtlinge wie heute.
Wenn ich mir die Ausbeutung der Erde durch die demokratisch regierten Industrienationen so anschaue, sehe ich in der aktiven Autonomie die womöglich einzige Rettung. Dies halte ich für das größte zu gestaltende Kunstwerk unserer Tage.
Es muss visioniert werden
Es muss kommuniziert werden
Es muss gestaltet werden
Es ist ein kollektives Werk doch der individuelle FreiRaum darf bei keinem kollektiven Werk vergessen werdenDaher ist das YAMA ART RETREAT ein Rückzugsort für Künstler aller Sparten die mit solchen Vorstellungen räsonieren.
Ab Mitte September wäre es frei. Mindestdauer des Aufenthaltes ist 3 Monate Informationen zum Bewerbungsprocedere findest Du hier:http://www.yama-art-retreat.eu/dienste/…



KREIEREN STATT REAGIEREN UND REGIEREN LASSEN

Diese Ideen sind inspiriert von der Idee des erweiterten Kunstbegriffs
bzw. der sozialen Plastik, daher möchte ich hier zunächst den Urheber dieser Ideen sprechen lassen INTERWIEWS JOSEPH BEUYS
DAS WAHRE KAPITAL DES MENSCHEN SIND DIE MENSCHLICHEN FÄHIGKEITEN
Die kreative Gestaltung der sozialen Plastik fordert die Partizipation jedes Einzelnen. Daher war Beuys auch Mitbegründer des Vereins für direkte Demokratie OMNIBUS sowie der Gründungsmitglied der Grünen.
Seine Kunstwerke inszenierten auf direkte Weise soziales und ökologisches Engagement.
Zum Beispiel in seiner Arbeit 7000 Eichen

Die Soziale Plastik fordert die individuelle Partizipation jedes Einzelnen, der als Individuum für das Ganze entscheidend ist – sonst wäre er oder sie ja nicht als Mensch mit einem individuellem Willen, Denken, Fühlen und Handeln geboren worden.

Die bestehenden Bildungs-, Rechts- und Wirtschaftssysteme unterdrücken die dem Menschen angeborene Schöpferkraft jedoch, was gegen die Basis unserer Verfassung verstößt, denn die Würde des Menschen ist seine/ihre individuelle Schöpferkraft.

Nur so verstehe ich die Aussage “jeder Mensch ist ein Künstler”, dementsprechend sind alle Bevormundungen, Normierungen und Kontrollmechanismen

von Staatsseite abzulehnen und als nicht demokratisch und transformations würdig einzustufen.Ein schöpferisches soziales und  ökologisches Leben, sollte allein auf dem moralischen Imperativ beruhen, und nicht materielle und macht sichernde Elemente schützen.

Der moralische Imperativ könnte im besten Fall selbstständig durch die Menschengemeinschaft erwogen und verteidigt werden.

Doch da wir nach Jahrhunderten der Bevormundung soviel Selbstständigkeit erst lernen müssen, ist die allererste Frage heilsamen künstlerischen Schaffens:

Wie inspirieren und animieren wir alle zur selbstverantwortlichen Partizipation an der Sozialen Plastik?

Wie sensibilisieren wir für subtile Mechanismen der Bevormundung und Unterdrückung?

Wo liegen ungenutzte Möglichkeiten zur Partizipation und gemeinsamen Kreation, in den derzeit bestehenden Gesellschaftsformen,die wir vielleicht nur auf Grund von Vorurteilen und Ablehnung der bestehenden Systeme nicht erkennen, und wie sind diese Vorurteile zu überwinden?
Wie machen wir durch Selbstermächtigung äußere Machtanwendung unnötig und unwirksam?

GEMEINSCHAFTLICHE AUTONOMIE

Welches sind die gesellschaftlichen, psychologischen und ökologischen Voraussetzungen für gemeinschaftliche Autonomie?

Wie können diese wirksam verteidigt und ausgebaut werden?

Wie führt unsere Bildung tatsächlich zu Freiheit, unser Rechtssystem zu Gleichheit und unser Wirtschaften zu Brüderlichkeit?  

Um ein paar Vorschläge zum weiteren künstlerischen Forschen anzubieten würde ich sagen, dass unsere Bildung nur dann zu einem Freiheits Werkzeug werden kann, wenn wir die unserem Bildungssystem zugrunde liegenden Hierarchien konsequent in einen Austausch und Kreislauf von Wissen verwandeln. 

Und zwar gilt dies national-denn warum zum Beispiel lernen die Erwachsenen nicht auch von den Kindern in dem sie sich auf ihre Vorgaben einlassen, und  ihre Spiele ebenso ernsthaft betreiben, wie die eigenen?

Als auch global – warum schicken die Industrienationen ständig Entwicklungshelfer in Länder, die sie gleichzeitig ausrauben oder ausgeraubt haben? Sind es nicht viel mehr die Industrienationen die sich entwickeln müssen,um einen globalen Zusammenbruch des Ökosystems zu verhindern?

Diese tiefgreifende, sinnvolle Transformation unserer Vorstellungen von Bildung und unseres  Bildungssystems, geht Hand in Hand mit einem Überwinden der Prinzipien des Wettbewerbs. Was wiederum Auswirkungen hat auf unser ebenfalls dringend der Transformation bedürftiges Wirtschaften. Auch dieses funtioniert unserer Natur gemäß nur auf den Prinzipien von Kreislauf und Austausch.

SKLAVEN DER KONSUM HIERARCHIE

Das jetzige System welches auf auf stetigem Wirtschaftswachstum und Kapitalanlagen beruht, steht kurz vor dem Kollaps.

Dieser wird nur künstlich verhindert um uns weiterhin als Konsumenten im kapitalen Hamsterrad zu kontrollieren, damit die Superreichen in diesem System immer mehr Geld und damit derzeit auch immer mehr Macht anhäufen können, während die ökologischen Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben im Einklang mit der Natur konsequent zerstört werden.

Wie sind also unsere konkreten Möglichkeiten, uns von Sklaven der Konsumgesellschaft hin zu einer Kreativen und offenen Gesellschaft zu entwickeln?

Die tatsächlich umsetzt, was schon Joseph Beuys als wahrhaft menschliche Wirtschaftsform erkannte, denn `das wahre Kapital des Menschen sind die menschlichen Fähigkeiten`. Die Betonung liegt hier auf ´menschlich` und zwar vor allem jetzt, an der Krippe künstlicher Intelligenz.

Nur die menschlichen Fähigkeiten, können ständig vermehrt und erweitert werden.
Doch auch diese sollten nicht einfach nur angesammelt werden, sondern müssen

wie jedes anderer Kapital zum Einsatz gebracht werden. Was die offensichtlichen Missstände in der Gleichberechtigung, die das Hauptmanko unseres Rechtssystem

darstellen, egalisieren würde.
Denn die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist ebenso wenig Gegeben wie die Gleichberechtigung von Mensch und Tier/Natur, Erwachsenen und Kindern oder von Arm und Reich.Global gesehen tritt dieses Gefälle sehr deutlich auch in Verbindung mit unterschiedlicher ethnischer Herkunft auf. 

In einer global agierenden Welt ist ein Rechtsstaat der die internationalen Opfer seines Handelns vor den Landesgrenzen sterben lässt, ist ein Unrechtsstaat.

Wie wir sehen gibt es einiges zu transformieren und es gilt vor der Größe der Aufgabe nicht zu kapitulieren, uns nicht in Kämpfen zu verlieren denn all das

was wir  bekämpfen hat uns unausweichlich im Griff

STETIGE DAUER

Es geht nur durch konsequent geduldig gewachsene Autonomie, durch schöpferische Autorität und keinesfalls durch Anarchie.Es beginnt wie alles was wächst in der kleinsten Zelle. Im Innersten selbst. Im Tempel unseres individuellen Körpers.

Im heiligtum unseres individuellen Geistes.

Im künstlerisch mit-geteilten Willen.Im freien Feld der Verwirrung und den daraus entstehenden Möglichkeiten künstlerisch forschend.

Denn ich betrachte die Kunst als tatsächlich schöpferisch Wissenschaft. Die aus dem Visionären und Unbekannten forscht uns so eigenständige, neue Perspektiven

und Realitäten erschafft, während die Naturwissenschaft den ist-zustand seziert, doch dabei immer wieder erstaunt feststellt, dass dieser sich ständig im Wandel befindet.

Kurz: die Kunst kreiert Welten während die Naturwissenschaft reagiert. Wenn wir von innen unsere neurologischen Erkenntnis-Organe schulen, statt im außen

ständig unsere technischen Möglichkeiten auszubauen, wären viele ökologischen, wirtschaftlichen, rechtlichen, und pädagogischen Hindernisse sofort

deutlich transformiert. Dies ist die Heilung die wir aus uns heraus gemeinsam erschaffen können. Wir brauchen dafür keine Erlaubnis.

Sondern nur uns Selbst, gestaltet und mit-geteilt.

DER KÖRPER ALS SOZIALE PLASTIK

Sobald das Soziale vollständig als Einheit mit den ökologisch/ ökonomischen Herausforderungen unserer Zeit erkannt wird, ist damit auch die Einheit

von individuellem und irdischem Körper erkannt.

Auch die Betrachtung unserer elementaren Lebensrealität macht diese Einheit sehr schnell klar, da alle Elemente unserer individuellen Außenwelt,

bei genauer Betrachtung keinesfalls außerhalb von uns, sondern tatsächlich in ständigen Kreisläufen durch uns hindurch gehen und uns mit allen anderen Lebewesen verbinden: die Luft die wir atmen, verbindet uns ohne Begrenzung mit allem was wir bisher im Universum als lebendige Organismen erkannt haben, während sie gleichzeitig jede Zelle unseres eigenen Körpers in jedem Moment unseres Lebens neu beleben, durch unser wieder und wieder mit Sauerstoff angereichertes Blut, welches wiederum die genetischen Informationen unserer Vorfahren seit der Entstehung organischen Lebens beinhaltet.

Jeder einzelne Mensch ist also organisch und elementar durch sein Herz-Kreislaufsystem direkt mit der Gesamtheit des Lebens in Raum und Zeit verbunden.

Weiterhin bestehen wir zum größten Teil aus Wasser, ebenso wie der Planet der unser Leben ermöglicht, und dieses zirkuliert in unseren individuellen Körpern

ebenso wie es das im globalen Körper tut.

Dabei ist das Wasser was hier zirkuliert durch uns und zwischen uns immer das selbe Wasser.

Ebensolches gilt für die Erde, welche als Samen, Pflanzen und Früchte durch uns hindurch geht und wieder zu Erde wird.

Elementar gesehen, SIND wir also unsere Natur und ein einziger Organismus.

Die mentalen Gebilde von Wettbewerb und denaturiertem (also aus der Abstraktion entstandenen) Wirtschaften, haben uns allerding von der direkten  

Wahrnehmung  unserer elementaren Realität sehr weit entfernt, mit extrem destruktiven Wirkungen für die Gesamtheit des Lebens auf der Erde.

Daher sind die dringenden Anforderungen an ein kulturellen Lebens, welches die bewusstseinsmäßigen Voraussetzungen für unseren Fortbestand schafft: die

Wahrnehmung unseres elementaren Seins muss wiederbelebt werden. Vor allem vor dem Hintergrund einer immer virtueller werdenden Kultur, die unsere angeborenen sensorischen und emphatischen Fähigkeiten nicht fördert, sondern untergräbt. Daher ist unmittelbare Körperkunst, die ihr Publikum in eine direkte sensorische und/oder energetisch interagierende Erfahrung mit ein bezieht, derzeit ein künstlerisches Mittel von großer Bedeutung.

Diese Konfrontationen können überall und ohne Ankündigung stattfinden, doch  um ein wirkungsvolles inneres Erlebnis zu ermöglichen sollten sie weder körperlich

noch emotional oder mental überrumpeln, sondern sie sollten Faszination und Öffnung bewirken.

DIE PFLANZEN ALS PARTNER
Außerdem eignet sich der Ort zur Entwicklung all solcher Aktionen, die nicht nur mit Menschen in Interaktion treten, sondern auch mit Pflanzen. Initiationen von Guerilla- Gardenings und nachhaltige Vorschläge zur Permakultur im öffentlichen Raum. Zur Selbstversorgung der Bürger oder auch zur Reinigung der Luft (zum Beispiel durch Bemooste Flächen  und Skulpturen) da der Garten die Gelegenheit bietet vieles auszuprobieren.